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Welpenpflege und Welpenerziehung

Wenn man einen Welpen hat bedeutet dies viel Arbeit und auch Verantwortung und es gibt auch viel zu bedenken.
Sei es nun die richtige Fütterung, die Pflege des Fells und der Krallen, oder die Welpen Erziehung. Hier geben unsere Ratgeber der Haustierseite Hilfe und Rat.

Das Zuhause

Das Revier und die Gewöhnung an dasselbige ist für die Welpen sehr wichtig. Zuerst sollte man das Hundebaby an den Ort bringen wo er zukünftig sein Geschäft verrichten soll. Hier ist darauf zu achten, dass man ihn sehr lobt, wenn er sein Geschäft verrichtet hat. So lernt er gleich welche Stelle er aufsuchen soll.
Nach einigen Wochen hat sich das neue Familienmitglied an seine neue Umgebung gewöhnt und er bekommt seine sogen. Ortsbindung. Diese findet noch vor der Bindung an den Menschen statt.
Wenn der Hund seinen Schlafplatz oder Fressplatz ablehnt versuchen Sie dies an einen anderen Platz zu stellen. Die Tiere sind sehr wählerisch und es kann sein, dass der zugewiesene Platz aus Sicht des Hundes zu sehr zieht, zu kalt ist oder dass der Welpe von diesem Platz eben nicht alles überblicken kann was in der Familie vor sich geht. Hat man aber den Platz gefunden sollte das Fressen und der Schlafplatz für immer an diesem Ort bleiben.

Das Hundebaby wird in den ersen Nächten Angst haben wenn es alleine ist. Hier kann man ein Stofftier für den Kontakt ins Körbchen legen. Manchmal ist es auch beruhigend wenn man einen tickender Wecker (Alarmsignal ausschalten!) unter die Decke ins Körbchen legt. Dies wirkt beruhigend.
Wenn man erst einmal durchgehen lässt dass der Hund im Bett schläft hat man später Probleme dies ihm wieder abzugewöhnen, denn der Hund versteht später nicht, warum er als niedlicher Welpe ins Bett durfte, aber nun als 50 Kilo schwerer Erwachsenener nicht.
Den Hund beim Fressen und Trinken nicht stören. "Bitte nicht stören!" ist das Motto beim Fressen und Trinken. Wenn Hektik herrscht verlässt der Welpe das Napf und trägt sein Futter Bissen für Bissen durch die Wohnung und verzehrt es an einem ruhigeren Ort. Oder er schlingt seine Mahlzeiten hektisch hinunter und muss dann erbrechen.

Stubenreinheit bei Welpen

Etwa 15 Minuten nach den Mahlzeiten und nach jedem Aufwachen das Örtchen mit dem Welpen aufsuchen und loben, wenn der Hund erfolgreich war. Hier muss man ständig beobachten wie der Welpe sich verhält. Schnüffelt er aufgeregt am Boden oder dreht er sich suchend im Kreis, muß er mal. Dann schnell zur Toilette tragen.
Passiert dennoch ein Malheur so muss man trotzdem die Ruhe bewahren. Nicht schimpfen oder bestrafen. Der Welpe versteht nicht, warum man ihn mit der Nase in die Pfütze drückt. Vielmehr lernt er bei solch einer Bestrafung, daß er sich nicht erwischen lassen darf, wenn er das nächste Mal auf den kuscheligen Teppich pinkelt.
Ertappen man den Welpen muss man ihn artgerecht strafen. Dazu packen man ihn am Nackenfell und schütteln ihn kurz, wobei man Sie Pfui! ruft. Dann trägt man ihn sofort an die Stelle, an der er sein Geschäft verrichten soll. Es dürfen nur wenige Sekunden zwischen Tat und Bestrafung liegen, sonst versteht der Hund nicht, daß er etwas falsch gemacht hat. Manche Hunde lernen es in drei Tagen, andere in drei Wochen. Von einem Problem spricht man erst, wenn der Welpe mit sechs Monaten noch nicht sauber ist. Kleine Unfälle und Rückschläge passieren aber immer wieder und sind normal. Desinfizieren Sie die gereinigte Stelle gründlich, damit der Welpe durch den anheimelnden Geruch nicht zum Wiederholungstäter wird.
Da Hunde ihr Lager nicht beschmutzen und im Falle eines Falles nachts unbemerkt eine Sofaecke aufsuchen, sollte man dafür sorgen, daß der Hund nachts nicht raus muß. Man gibt ihm nachmittags nicht so viel zu trinken und geht vor dem Schlafengehen nochmals raus. Durch Speilen und Toben müde machen, dann schläft der Welpe auch ohne Probleme durch.

Welpenerziehung

Die wenigsten Menschen, die sich einen jungen Hund anschaffen, sind sich bewußt, welch ungeheures Lernpensum ein Welpe innerhalb weniger Wochen bewältigt. In der sogenannten Sozialisierungsphase, die in der 2. Lebenswoche beginnt und in der 14. Woche endet, lernt ein junger Hund mit Menschen, Artgenossen und seiner Umwelt umzugehen. Die Zeit, die man in dieser Phase in die Erziehung des Welpen investiert, macht sich ein Hundeleben lang bezahlt.
Zwischen der 8. und 11. Lebenswoche lieben Hundebabies noch alle Menschen, die nett sind. Ab der 12. Woche bauen sie dann eine feste Bindung zu ihrem Menschen auf. Um eine emotionale Achterbahn zu vermeiden, muß der Welpe wissen, wer sein Leitwolf ist. Man muss dem Hund zeigen, dass er einem vertrauen kann. Der Ton macht die Musik. Kommandos mit fester Stimme, Lob mit freundlicher und Tadel mit strenger Stimme. Anschreien und Schlagen helfen nicht weiter. Der Welpe muß merken, daß es sich für ihn lohnt, wenn er gehorcht. Loben ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Welpen sind bestechlich. Manchmal tun sie nur dann etwas, wenn ein Lekkerbissen winkt; aber ein Hund freut sich genauso über Streicheleinheiten und lobende Worte.

Hundesprache, Welpen verstehen

Hunde verstehen den Sinn unserer gesprochenen Worte nicht, aber unsere Mimik und Gestik. Verständnisschwierigkeiten entstehen immer dann, wenn das Verhalten des Hundes mit menschlichen Maßstäben gemessen wird.

Dem Welpen das Zwicken und Knappen abtrainieren.

Wenn Ihr kleiner Liebling beim Spiel zu fest zupackt, sofort laut quietschen und das Spiel beenden. Das würde auch der Welpe tun, wenn er von einem anderen Hund zu fest gezwickt würde. Wenn man die Hand wegzieht, schnappt der Welpe begeistert nach. Den Hund dann einige Zeit ingnorieren und ihn dann von sich aus zum Weiterspielen auffordern.

Hochspringen des Welpen am Menschen

Welpen versuchen, durch Hochspringen ans menschliche Gesicht zu gelangen, um die Mundwinkel zu lecken. Sie wollen damit ihre Demut demonstrieren. Je mehr man darüber schimpft, desto heftiger springt der Welpe, um seinen Menschen zu beruhigen und seine Unterwürfigkeit kundzutun. Wegschieben deutet der Welpe als Signal zum Spiel.
Wenn man dies dem Welpen abgewöhnen möchte dann sollte man regungslos stehen bleiben, ihn nicht anschauen und nicht mit dem Hund reden. Wenn er sich irgendwann hinsetzt, zu ihm sofort runter bücken und loben.

Welpen im Straßenverkehr

Um zu lernen, daß er nicht einfach über die Straße rennen darf, bleibt man an der Bordsteinkante stehen und lässt den Welpen sitzen. Wenn die Straße frei ist, lässt man den Hund aufstehen und überquert langsam die Straße. Welpen und erwachsene Hunde mögen es nicht, wenn der Verkehr sich hinter ihrem Rücken abspielt. Daher am Straßenrand immer den Verkehr entgegen gehen.

Welpen alleine lassen

Man sollte früh damit beginnen dem Welpen zu lernen allein im Haus zu bleiben. Man beginnt mit der Übung nach einem ausgiebigen Spaziergang oder einem guten Fressen, denn dann ist der Hund erschöpft und zieht sich in sein Körbchen zurück. Spielzeug und Kauknochen lenken ihn nach dem Aufwachen ab.
Man geht zunächst nur zum Briefkasten oder zur Mülltonne ohne sich zu verabschieden. Wimmert der Welpe weist man ihn mit einem NEIN zurecht und kehr erst wieder wenn drinnen alles ruhig ist. Hat der Welpe brav gewartet lobt man ihn ausgiebig. Nun dehnt man die Pausen zwischen Weggehen und Wiederkommen langsam aus.

Spielstunden für Welpen

Durch die Trennung von Mutter und Geschwistern wird die Sozialisierungsphase des Welpen unterbrochen. Um den Umgang mit Artgenossen zu lernen und notwendige Verhaltensweisen voneinander abzuschauen, haben sich Welpenspielstunden für Hunde im Alter ab etwa 8 bis 14 Wochen bewährt. Adressen erhält man bei Hundesportverbänden, aus der Zeitung oder aus dem Internet.
Der Kontakt mit anderen Hunden ist wichtig, damit das Hundebaby später auf Artgenossen nicht überängstlich oder aggressiv reagiert. Die Hundebesitzer lernen bei diesen Treffs, wie sie mit ihrem Welpen richtig umgehen und wie sie die Mensch Hund-Beziehung festigen. Außerdem werden bestimmte Kommandos geübt und schwierige Situationen im Welpenalltag geprobt.

Gehorsam lernen und Kommandos verstehen

Da junge Hunde sich nur 5 bis 10 Minuten konzentrieren können darf man sie nicht überfordern. Daher mehrere kleine Übungsphasen am Tag einplanen und bis zum Alter von sechs Monaten auf eine halbe Stunde am Tag ausweiten. Man erkennt das der Hund überfordert ist daran, dass er gähnt, kratzt oder sich hinlegt.
Der Gehorsam des Hundes besteht aus Gewohnheit und Übung. Daher in allen Lebenslagen und zu allen Gelegenheiten üben, damit der Welpe Kommandos nicht an einen bestimmten Ort knüpft. Weiterhin müssen Befehle eindeutig sein. Mit Handzeichen kombiniert, versteht sie der Hund auch auf weite Entfernungen.
Wichtig: Erst kommt das Handzeichen, dann der Befehl. Erwünschtes Verhalten belohnen, unerwünschtes ignorieren.

Die wichtigsten Kommandos

Hier!
Den Welpen mit Namen und Hier rufen. Dabei in die Hocke gehen und ein Leckerli zeigen. Sobald er angerannt kommt, erhält er seine Belohnung.
Handzeichen: Auf Oberschenkel klopfen.

Kommando: Sitz!
Mit einer Belohnung vor den Hund stellen und diese über seinen Kopf halten. Dabei Sitz! sagen. Der Welpe wird versuchen, an das Leckerli heranzukommen und sich irgendwann hinsetzen, damit er es besser fixieren kann. Sofort überschwenglich loben und ihm das Leckerli geben. Man kann aber auch den Welpen sanft auf sein Hinterteil drücken und Sitz! sagen und dann belohnen.
Handzeichen: Erhobener Zeigefinger

Kommando: Platz!
Anfangsposition hierfür ist Sitz! Dann zieht man das Leckerli vom Hund weg über den Boden. Der Welpe bückt sich mit dem Kopf nach vorne, um den Leckerbissen zu erwischen. Platz! sagen und sein Gesäß nach unten drücken, bis er liegt. Sofort belohnen.
Handzeichen: Handfläche langsam nach unten führen.

Kommando: Bleib!
Wenn der Welpe sitzt, entfernen man sich ein Stück und sagen Bleib!. Zurückgehen und loben, wenn er sich nicht von der Stelle gerührt hat. Langsam den abstand zum Hund vergrössern. Günstig ist, wenn eine zweite Person den Hund am Anfang zurückhält, damit er sich nichts falsches einprägt.

Kommando: Aus!
Das Kommando spielerisch üben. Dem Welpen seinen Ball aus dem Maul nehmen und dabei Aus! sagen. Gibt er den Ball nicht her, fasst man ihm über die Schnauze und drücken von oben leicht gegen die Lefzen. Läßt der Welpe den Ball fallen, belohnen.

Kommando: Bei Fuß!
Am besten man uebt das Gehen an der Leine zunächst in der Wohnung, denn der Welpe sollte die Leine nicht als Folterinstrument sehen. Das Leckerli seitlich an den Oberschenkel halten, und zwar so, daß der Welpe es nicht erreichen kann. Man geht einige Meter weit und lääst den Welpen an lockerer Leine folgen, wobei man sich seitlich an den Oberschenkel klopft und Bei Fuß!; ruft. Den Hund belohnen, wenn er brav neben herläuft, ohne zu ziehen.