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Die Vogelspinne

Vogelspinnen sind nachtaktive Tiere. Deshalb sollte man sie tagsüber in Ruhe lassen, da dies Stress für die Tiere bedeuten würde. Ansonsten ist diese Spinne recht pflegeleicht, wenn man einige Dinge beachtet.
Massnahmen

Wenn man das Terarium der Vogelspinne pflegt sollte man sich nicht zu übervorsichtig nähern und verhalten. Die Spinne zieht sich normalerweise in Ihre Höhle oder Unterschlupf zurück wenn man die Scheibe energisch öffnet und im Terrarium die Hand bewegt. Allerdings gibt es auch aggressive Spinnen, wie die Theraposa blondi und man sollte auf jeden Fall vorsichtig sein. Es gibt aber auch sehr nette Spinnen, wie die Grammostola rosea.
Die meisten Spinnen können ohne Probleme auf die Hand genommen werden. Wenn die Vogelspinne aggressiv sein sollte sollte sie -besonders wenn ein Anfänger der Halter ist- nur mit einer speziellen Pinzette aus dem Fachhandel, oder einer Heimchendose eingefangen werden.

Aggressive oder friedliche Spinne?

Man kann feststellen wie die Spinne drauf ist, indem man sie mit einem kleinen Stock etwas reizt. Richtet sie sofort ihren Vorderkörper auf und geht damit in Angriffsstellung, so ist sie eher aggressiv. Wenn sie flüchtet ist die Vogelspinne ein eher ruhiger Zeitgenosse.
Die flache Hand vor die Vogelspinne halten und mit einem Finger der anderen Hand leicht von hinten anstupsen. Dann klettert sie auf die Hand und kann aus dem Terrarium entfernt werden, um dieses zu reinigen.

Pflege

Es ist wichtig die Vogelspinne täglich zu kontrollieren und auf ihren Gesundheitszustand zu achten. Insbesondere ob sie Verletzungen oder Krankheitsanzeichen hat. Reste von Futtertieren müssen entfernt werden.
Falls die Spinne zur Häutung auf dem Rücken liegt, das Tier nicht stören und für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen.
Alle 2 bis 3 Tagen dem Tier fisches Wasser geben, Futter und Häutungsreste entfernen, Futtertierreste enfernen. Wenn dies nicht gemacht wird besteht die Gefahr von Schimmel, dessen Sporen und Pilze sich an der Spinne festsetzen können.

Terrarium

Terrarien, die Bodenbewohner, wie die Vogelspinne beherbergen brauchen die nötige Feutigkeit. Aus diesem Grund wird der Boden mit einer kleinen Giesskanne oder Zerstäuber angefeuchtet. Dabei die Tiere nicht anspühen.
Alle 1 bis 2 Wochen werden Kotreste und Spinnenfäden mit Lappen und warmen Wasser von den Terrarienscheiben entfernt. Vogelspinnen setzen ihren Kot nicht nur im Wassernapf ab, sondern schiessen ihn auch hin und wieder gezielt an die Scheiben. Hierfür nur klares Wasser ohne Zusätze oder Reinigungsmittel verwenden.
Einmal im Jahr wird das Terrarium der Vogelspinne vollständig und gründlich gereinigt. Dazu enfernt man die Spinne vorher aus dem Terrarium. Es werden alle Einrichtungsgegenstände in heissem Wasser eingeweicht und mit einem Schwamm oder Lappen gründlich gereinigt. Anschliessend den Bodengrund entfernen und das Terrarium selbst in heissem Wasser zum Reinigen einweichen.

Können Vogelspinnen krank werden?

Vogelspinnen können krank werden, aber meistens hat dies mit falscher Haltung zu tun. Während der Häutung kann auch passieren, dass die Spinne den anstrengenden Akt nicht schafft und kurz dannach stirbt. Wenn die Spinne am Hinterleib verletzt wird stirbt sie. Wenn die Spinne allerdings nur ein Beinglied verliert wächst das bei der nächsten Häutung wieder nach. Es wird dann allerdings nicht so kräftig sein wie das alte Beinglied. Mit der Zeit gibt sich das aber wieder.
Auch Spinnen, die einen kahlen Fleck am Hinterleib haben oder dort sogar ein Glatze, sind nicht krank, sondern haben nur bombardiert, d.h. ihre Brennhaare abgeschabt. Auch das gibt sich bei der nächsten Häutung.
Vogelspinnen, deren Abdomen klein ist und zudem noch faltig bis etwas verschrumpelt aussieht, leiden meist unter Futtermangel und Austrocknung. Hier ist jedoch noch nicht alles verloren. Man kann das Tier in ein Schälchen mit etwas lauwarmem Wasser setzten, so daß der Haut des Abdomens auf diese Art viel Feuchtigkeit auf einmal zugeführt wird. Ausserdem sollte man jetzt rasch für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen und der Spinne genügend Futter anbieten und dies alles so lange beibehalten, bis das Abdomen wieder normal aussieht. Bitte nie die Vogelspinnen mit Wasser ansprühen oder gar begiessen. Das nützt erstens nicht viel bei Austrocknung und für die Vogelspinne ist das sehr unangenehm.
Schimmelpilze können manchmal den Körper der Vogelspinne befallen. Dies geschieht jedoch nur, wenn sich Schimmel im Terrarium befindet, beispielsweise durch schimmelnde Futterreste oder nicht gefressene, verendete Futtertiere. Diese sollten daher immer so schnell wie möglich wieder aus dem Terrarium entfernt werden. Es dauert zwar lange, bis sich so ein Schimmel mal auf dem Körper einer Vogelspinne festsetzt und auch hier ist das Problem meist mit der nächsten Häutung beseitigt, aber man sollte es erst gar nicht so weit kommen lassen.
Manchmal werden Vogelspinnen von Milben befallen. Es ist nicht ganz geklärt, ob es notwendig ist diese zu entfernen. Solche Milben, die meistens in der Gegend der Beißwerkzeuge der Spinnen auftreten, gehen möglicherweise eine Symbiose mit den Tieren ein. So kann es sein, daß sie die Beisswekzeuge reinigen, indem sie mikroskopisch kleine Futterreste im Bereich der Beisswerkzeuge fressen. Die Sache ist jedoch nicht völlig geklärt.
Das Gleiche gilt möglicherweise für bestimmte Fliegenarten. Aber auch hier wird noch geforscht. Ein Grund zur Panik besteht jedenfalls nicht. Trotzdem sollte man Terrarien mit Tieren, die solche Mitesser aufweisen von den anderen möglichst getrennt halten und bei der Versorgung darauf achten, daß man nicht zum Überträger der Mitesser-Larven wird. Wenn der Milbenbefall allerdings Überhand nimmt und die Milben beginnen, sich über den ganzen Körper der Vogelspinne auszubreiten, ist das Entfernen ein Muss. Es gibt verschiedene Methoden, dies zu tun. So kann man die Spinne in einen entsprechenden Behälter setzen und versuchen, die Milben mit einem kleinen Pinsel abzustreifen. Nach Möglichkeit sollte zum Entfernen von Milben ein erfahrener Spinnenpfleger zu Rate gezogen werden.
Tritt bei einer Spinne Flüssigkeit aus den Gliedmassen aus, so ist das ein absolutes Alarmzeichen.
Auch keine Insektengifte ins Terrarium sprühen. Wer die Pflanzen mit Topf ins Terrarium setzen will, sollte sie in einen gut ausgespülten Blumentopf mit ungedüngter Blumenerde oder Terrarienerde pflanzen.
Vogelspinnen, die verenden, erkennt man in der Regel daran, daß sie die Beine unter dem Körper zusammenziehen. Einer Vogelspinne, die so da liegt, ist nicht mehr zu helfen.