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Überwinterung

Wie alle Reptilien, so können auch Schildkröten, als wechselwarme Tiere, bei niedrigen Temperaturen in eine Winterstarre-Bewegungsstarre- verfallen. Dabei werden alle Aktivitäten des Kreislaufs, der Verdauung und der Atmung gedrosselt.
Hier spielt die Temperatur der Überwinterung eine entscheidende Rolle. Ist die Temperatur zu warm dann werden die Stoffwechselaktivitäten nicht genug gedrosselt, die Schildkröte verbraucht zu viel Energie und verhungert langsam.
Regeln für die Winterstarre

Der Winterschlaf sollte nicht länger als 3 bis 4 Monate dauern. Je kleiner die Land Schildkröte desto kürzer sollte er sein. Bis 10cm Panzerlänge keinen Winterschlaf, bis 12 cm Panzerlänge 1 bis 2 Monate, von 12 bis 15 cm 2 bis 3 Monate Winterstarre und ab 15 cm Panzerlänge 3 bis 4 Monate Winterstarre.
Vor dem Winterschlaf muss die Landschildkröte beim Tierarzt untersucht werden-Kotprobe mitnehmen-, denn nur gesunde und robuste Tiere sollten Winterstarre machen.
Die Einwinterung findet zwischen Ende November und Ende März statt. Zwei Wochen vor dem Einwinterungstermin stellt man die Fütterung ein, und die Wärme -Lampen- wird Schritt für Schritt reduziert. Eine Woche vor dem Einwinterungstermin wird die Schildkröte dann in 30-40 Grad Warmen Wasser, mit einer Prise Meersalz gebadet. Das Bad, das 30 Minuten dauern sollte, fördert die Darmentleerung.
Die Schildkröte wir in eine mit sauberem Laub und Torfmoos reichlich bedeckt Kiste gelegt. Mit einem Teil des Laubes und Torfmooses bedeckt man dann die Tiere. Das Substrat soll nicht zu nass aber auch nicht zu trocken sein. Der Feuchtigkeitsgehalt ist in Ordnung wenn es gerade Erdfeucht ist. Trocknet das Substrat zu stark aus verlieren die Tiere zu viel Feuchtigkeit. Ist es zu nass können die Schildkröten verschimmeln. Die Kiste stellt man dann in den kühlen Keller und kontrolliert die Tiere wöchentlich, wobei man den Gesundheitszustand überprüft.
Wichtig bei einer Kellerüberwinterung ist in erster Linie das die Temperatur während der Überwinterung, zum einen nicht in den Frostbereich fällt, zum anderen aber auch nicht über 8 C steigt.
Nach dem Winterschlaf werden die Schildkröten ins beheizte Terrarium gebracht und 2 bis 3 Stunden in 30 Grad warmen Wasser gebadet.

Überwintern im Feien?
Natürlicher ist es die Schildkrüöten im Freien zu überwintern, aber es muss hier einiges beachtet werden. Man sollte dies auch nur mit ausgewachsenen Landschildkröten, ab 6 Jahren, tun und nicht mit Jungen. Im Gehege der Schildkröten legt man ein Frühbeet an. Im Herbst wird in diesem der Boden 50-70 cm tief gelockert und angefeuchtet. Die Schuldkröten fangen dann an sich im November einzugraben und dann bedeckt man den Boden mit Moos und füllt das gesamte Frühbeet mit trockenem Eichenlaub auf. So bekommt man eine gute Isolierung gegen Frost.
Die Platten des Frühbeets deckt man dann noch mit Styrodur ab. Dies dient als Schutz vor der Sonne.

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