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Reptilien als Haustier

Reptilien - zu lateinisch repere kriechen - sind echte Landwirbeltiere. Die Eiablage erfolgt ausschließlich an Land. Auch sekundär wasserbewohnende Arten suchen das Land zur Eiablage auf. Ihre Haut trägt im Gegensatz zu den Amphibien ein Schuppenkleid, Hornplatten oder Panzer. Die Haut ist drüsenarm und wird durch Häutung regelmässig erneuert.
Kennzeichen - Eigenarten

Reptilien sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis verbreitet. Sie sind aber von der weltweiten Lebensraumzerstörung bedroht.
Reptilien besitzen primär 2 paarige Extremitäten mit 5 Zehen bzw. Finger, die bei einigen Arten, wie zum Beispiel der Blindschleiche, vollständig zurückgebildet wurden.
Das Herz besteht aus zwei Vorkammern und einer unvollständig geteilten Kammer. Reptilien sind lungenatmend und wechselwarme Tiere. Die Körpertemperatur ist von der Umgebungstemperatur abhängig, deshalb bevorzugen sie warme und sonnige Lebensräume.
Die Reptilien sind lungenatmende Tiere ohne Verwandlung -Metamorphose-. Sie entwickeln sich aus Eiern, die an Land abgelegt werden oder im Muttertier ausreifen und von den Jungen vor oder bei der Geburt gesprengt werden. Die Reptilien sind meistens Land- und Süsswasserbewohner wärmerer Erdgebiete; wenige Arten leben im Meer. Die Stammesgeschichte der Reptilien reicht bis in das obere Karbon zurück.
Bei Kälte und/oder knapper Nahrung halten sie Winterruhe. Es werden dazu passende Verstecke im Wurzelbereich von Bäumen, Erdlöchern, Felsspalten, Hohlräume unter Steinplatten oder unter totem Holz gesucht.
Reptilien sind teilweise Nahrungsspezialisten. So fressen sie Würmern, Schnecken, Insekten und anderen Gliedertieren, Kleinsäuger, Vögel, andere Reptilien, Fische sowie pflanzliche Nahrung.
Die Befruchtung erfolgt nur als innere Befruchtung. Die meisten Arten sind eierlegend einige Arten aber auch lebendgebärend. Die weitgehende Zerstörung und Verkleinerung ihrer Lebensräume, die Intensivierung der Landwirtschaft mit verstärktem Biozideinsatz sowie das Auflassen ehemals extensiv genutzter Biotope wie z.B. Trockenrasen und Heiden haben dazu geführt, dass die Bestände in freier Natur stark zurückgegangen sind. Zu den einheimischen Reptilien oder Kriechtieren zählen Schildkröten, Echsen und Schlangen. Insgesamt leben in Deutschland 14 Reptilienarten


Erste Hilfe bei Schlangenbissen


Reptilien in Europa

Folgende Reptilien kommen in Euro in freier Natur vor

Äskulapnatter

Die Äskulapnatter, Zamenis longissimus oder Elaphe longissima, ist die größte Schlangenart Mitteleuropas. Die Schlange ist ungiftig und harmlos und kann eine Länge bis zu 2 Metern erreichen.

Aspisviper

Die Aspisviper, Vipera aspis kommt vor allem in der Schweiz, Italien, Frankreich und Spanien sowie vereinzelt in einigen Biotopen im Süden von Deutschland (im Schwarzwald) vor. Das Aussehen der Aspisviper ähnelt dem der Kreuzotter. Ihr Gift ist etwas gefährlicher als das einer Kreuzotter, aber in der Regel nicht lebensbedrohend.

Blindschleiche

Die Blindschleiche, Anguis fragilis, ähnelt einer kleinen Schlange, ist jedoch keine Schlange, sondern eine Eidechse ohne Beine. Anders als die Schlangen hat die Blindschleiche bewegliche Augenlider. Ihre Arme und Beine haben sich im Laufe der Entwicklungsgeschichte zurückgebildet und sie bewegt sich jetzt schlängelnd fort. Am Skelett der Blindschleiche kann man heute noch Reste der Becken- und Schulterknochen finden. Die Blindschleiche wird bis 50 cm lang.

Europäische Sumpfschildkröte

Die Europäische Sumpfschildkröte, Emys orbicularis ist eine einheimische Wildtierart. Sie weist einen ovalen und mäßig gewölbten Panzer auf, der 20 cm erreichen kann. Das Gewicht kann über ein kg betragen.

Glattnatter

Die ungiftige Glattnatter, Coronella austriaca, ist sehr bissig. Wird sie am Schwanz ergriffen beißt sie sofort in die Hand. Sie wird um die 60-75 cm großß.

Griechische Landschildkröte

Diese kleine bis mittelgrosse Landschildkröte, die griechische Landschildkröte, hat sehr viele Anhänger. Sie hat eine Länge von ca. 20 cm.

Kreuzotter

Die Kreuzotter, Vipera berus, verdankt ihren deutschen Namen dem breiten Zickzackband auf dem Rücken bzw. auf ihrem Kreuz. Erwachsene Kreuzottern erreichen Längen zwischen 35 und 90 cm.

Kroatische Gebirgseidechse

Kroatsche Gebirgseidechse, Lacerta horvathi Méhely, erreicht eine Gesamtlänge bis 18 cm. Sie ist schlank und mäßig abgeflacht mit kurzem, mäßig zugespitztem Kopf.

Mauereidechse

Die Mauereidechse, Podarcis muralis, besiedelt gerne altes Mauerwerk. Sie sind schlank und flink. Der Körper ist abgeflacht, die Beine sind kräftig und mit der bis zu doppelten Körperlänge wird der Schwanz sehr lang.

Ringelnatter

Die Ringelnatter, Natrix natrix, ist die am häufigsten vorkommende Schlange in Deutschland. Das Reptil hat zwei typischen halbmondförmige hellen Flecken hinter dem Kopf und ist für Menschen harmlos.

Smaragdeidechse

Die Smaragdeidechse, Lacerta viridis, erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 45 cm.

Waldeidechse

Die Waldeidechse, Zootoca vivipara, erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 18 cm. Sie ist schlank, kurzbeinig mit einem kleinen ziemlich abgeflachten Kopf.

Westliche Smaragdeidechse

Die Westliche Smaragdeidechse, Lacerta bilineata Daudin, enspricht in ihrem Aussehen weitgehend der Smaragdeidechse

Würfelnatter

Die Würfelnatter, Natrix tessellata, erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 1,5 m, wobei die Weibchen meist größer werden als die Männchen.

Zauneidechse

Die Zauneidechse, Lacerta agilis Linnaeus, erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 27 cm. Sie besitzt einen gedrungenen leicht abgeflachten Körper und ist relativ kurzbeinig.

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