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Hundeernährung, Pflege des Hundes

Haustierberatung

Fleisch oder Dosenfutter? Roh oder gekocht? Das ist die Frage aller Fragen.
Genausowenig wie der Mensch sich ständig von Konserven, Tütensuppen, Fast-Food oder ähnlichem ernähren sollte, genauso wenig ist es für den Hund oder die Katze gesund sich ständig von diesen Dingen zu ernähren.
Die Werbung der Tierfutterindustrie will uns das Gegenteil glauben machen.
Die Nahrung

Diese hängt auch von der Qualität des Futters ab. Für einen Hund müssen Sie bei der Nahrung und wenn Sie gutes Hundefutter verwenden mit etwa 400.- bis 2000.- Euro pro Jahr rechnen, wobei auch hier vor allem die Grösse des Hundes eine große Rolle spielt. 
Hier sollte man auch an die Hundesnacks denken.

Körperbau, Fressverhalten

Hund und Katze sind Raubtiere und zu ihrer Hauptnahrung gehört deshalb Fleisch. So ist auch ihr Körperbau. Ihre Zähne, Kieferknochen und -muskeln sind sehr kräftig ausgeprägt, ihr Magen ist klein und muskulös, sie haben einen sehr kurzen Darmtrakt, damit keine Fäulnis des Fleisches stattfindet. Darüber hinaus haben sie äusserst aggressive Verdauungssäfte, die selbst Knochen zersetzen können. Die Verdauungssäfte sind stark antiseptisch, so dass sie auch verdorbenes Fleisch fressen können, während der Mensch daran sterben würde.
Da die Raubtiere, zu denen die Hunden und Katzen auch gehören, in der Natur zuerst die Innereien mit Mageninhalt ihrer Beutetiere fressen - in diesen Mägen befindet sich pflanzliche Kost in vorverdauter Form- besteht die Nahrung der Hunde und Katzen so automatisch zu ca. 20 bis 50 Prozent aus pflanzlicher Kost.
Jungtiere haben einen wesentlich höheren Proteinbedarf als ältere Tiere, deshalb sollte der Fleischanteil entsprechend hoch sein.
Fleisch sollte selbstverständlich roh gefüttert werden, da durch die Hitzeeinwirkung beim Kochen die im Fleisch enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und vor allem die lebenswichtigen Enzyme zerstört. Damit entfallen die Lebensstoffe, die der Körper zur Selbstheilung benötigt. Ausserdem findet eine Art unnatürliche Vorverdauung statt. Hierdurch verkümmern die Verdauungsorgane des Tieres. Darüber hinaus entarten die Geschmacksnerven und das Tier lehnt irgendwann seine natürliche Nahrung ab.

Diätnahrung

Gekochtes Fleisch mit Reis kann man als Diätfutter und bei Magen und Darminfektionen verwenden. Desweiteren kann es zur Erleichterung der Umstellung von Fertigfutter zu Fleisch in der Hundeernährung verwendet werden.

Hinweise

Es ist ein Aberglauben, daß die Tiere durch rohes Fleisch stärker von Würmern heimgesucht werden. Zum Gegenteil, ein dramatischer Wurmbefall ist bei falsch ernährten und kränkelnden Tieren wahrscheinlicher. Durch gekochte Nahrung bilden sich unnatürliche Schleimablagerungen im Verdauungstrakt. Hierin kann sich der Bandwurm besser festsetzen als beim gesunden Tier. Aber auch für andere Wurmarten bilden Schleimablagerungen in Darmtaschen ideale Lebensbedingungen.

Ungesund durch Fertigfutter

Auch die Tiere leiden an den sogen. Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Bluthochdruck, Zucker, Krebs, Dickleibigkeit usw. wie die Menschen auch. Dies geschieht aufgrund der ungesunden und denatursierten Nahrung.
An einem Zoo wurde ein Fütterungsversuch durchgeführt. Dort gab man einem Teil der Tiere dasselbe Futter wie bisher, mit einem einzigen Unterschied: Das Fleisch, die Bananen, alles war nicht mehr roh sondern gekocht. Es schien den Tieren gut zu bekommen. Sie gediehen prächtig, wuchsen schneller, wurden grösser und zeigten den besseren Appetit. Doch bald zeigte sich die Kehrseite der veränderten Ernährung. In bestem Alter fingen die Tiere an zu kränkeln. Sie bekamen alle oben beschriebenen Zivilisationskrankheiten. Die Lebenserwartung sank deutlich unter die Norm.
In einem anderen Fütterungsversuch, der von Dr. med. vet. Wolter in seinem Buch Homöopathie für Tierärzte beschrieben wird, geht es um zwei Gruppen von Katzen, die acht Generationen lang beobachtet wurden. Die Gruppe, die ausschließlich rohe Milch und rohes Fleisch bekam, zeigte keine Auffälligkeiten. Die Gruppe aber, deren Nahrung gekocht war, wies ab der dritten Generation Karies und Kiefermissbildungen auf, die fünfte und sechste Generation hatte schwerwiegende Fruchtbarkeitsstörungen. Der Versuch mußte in der sechsten Generation wegen totaler Degeneration der Katzen und Kater abgebrochen werden.
Alles was für gekochtes Fleisch gesagt wurde gilt auch für Fertigfutter. Dies wissen auch die Hersteller. Deshalb sind in ihren Produkten vielfältige Zusatzstoffe enthalten, die die Wertlosigkeit des Futters kompensieren sollen.

Fertigfutter macht abhängig und krank

Bei der vielen Fertigfuttersorten kommt hinzu, daß diese mit Konservierungsstoffen, Antioxidationsmitteln und suchterzeugenden Lockstoffen angereichert sind. Genau wie beim Menschen hat die Verwendung dieser Stoffe zu einem dramatischen Anstieg der Allergieerkrankungen geführt; einige Antioxidationsmittel stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, ihre Verwendung ist in Kindernahrung untersagt. Wir weisen darauf hin, daß Tierfutterhersteller nicht zur Volldeklaration der Inhaltsstoffe verpflichtet sind.
Die relativ harmlosen Lockstoffe Zucker und Karamel verursachen zumindest Karies. Wir unterstellen den Herstellern, daß weitere Lockstoffe verwendet werden, die man als Betriebsgeheimnis hütet. Nicht anders lässt es sich erklären, dass Katzen oftmals ihrem Fertigfutter absolut treu sind und anderes Futter ablehnen, auch wenn es hochwertiger ist und/oder vom selben Hersteller stammt.

Fütterungsempfehlungen

-Jungtiere:
Aufgrund des hohen Proteinbedarfs während des Wachstums Fleisch ca. 80 Prozent, Getreide und Gemüse zu gleichen Teilen ca. 20 Prozent, Nassgewicht.
-erwachsene Tiere:
Fleisch ca. 60 - 70 Prozent, Getreide und Gemüse zu gleichen Teilen ca. 30 - 40 Prozent, Naßgewicht.
-ältere Tiere:
Ältere Tiere haben -u.a. aufgrund der nachlassenden Aktivität- einen geringeren Proteinbedarf. Deshalb empfehle ich folgende Futterverteilung: Fleisch ca. 50, Getreide ca. 20 - 25 und Gemüse ca. 25 - 30 Prozent, Nassgewicht.

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