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Katzenpflege

Ihre Katze ist nun endlich da und soll sich an ihr zuhause gewöhnen. Die Wohnung sollte katzengerecht hergerichtet sein und Ihr neuer Mitbewohner soll sich wohl fühlen. Hier sind einige dinge zu tun und zu bedenken.
Vorbereitung vor dem Einzug

◊Alle Sachen sollten an ihrem Platz stehen. Kratzbaum, Wassernapf, Futter und Toilette, wobei aber das Futter nicht in der Nähe der Toilette stehen sollte, da die reinlichen Katzen dies nicht mögen.
◊Der Schlafplatz -Katzenkörbchen- sollte an einem warmen Platz ohne Zugluft und ohne Lärm stehen.

Wohnung katzensicher machen

In der Wohnung lauern eine Menge Gefahrenquellen, die man unbedingt beseitigen muss, denn die Sicherheit der Katze ist oberste Priorität. Vor allem, wenn Sie nicht zu Hause sind, sollte die Wohnung sicher sein, denn dann können Sie das Mauzen und Schreien der Katze nicht hören, wenn Sie in Gefahr ist und sie so unter Umständen nicht rechtzeitig aus ihrer Lage befreien.
◊Aquarium immer abdecken, denn die Gefahr, dass sie beim Angeln nach Fischen hinheinfällt, ist zu groß. Die Katze kann sich evtl. nicht befreien und ertrinkt.
◊Badewanne und Badezimmer; hierfür gilt gleiches wie beim Aquarium, wenn die Wanne mit Wasser gefüllt ist. Die Katze kann beim Balancieren auf dem Badewannenrand abrutschen und ins Wasser fallen. Am besten Sie verschliessen das Badezimmer.
◊Spannen Sie vor den Balkon ein Katzenschutznetz, damit die Katze nicht hinunterfallen kann. Katze können zwar Stürze aus unglaublicher Höhe überleben, aber trotzdem kann es auch mal schiefgehen und die Katze bricht sich Knochen oder überlebt nicht.
◊Chemikalien, Lacke, Putzmittel, Medikamente und Farben sollten immer sicher verschlossen sein. Vergiftungen, die durch Fressen und Trinken von Chemikalien auftreten, können tödlich sein.
◊Elektrokabel sollten nicht offen liegen und abgedeckt sein oder hinter die Schränke gelegt werden hinter die die Katze nicht kriechen kann. Besonders kleine Katzen knabbern gerne an allem rum und können sich so einen gefährlichen Stromschlag einhandeln.
◊Gardinen sollten hoch gezogen werden, da vor allem kleine Kätzchen noch sehr aktiv und verspielt sind und oft an den Gardinen hochklettern. Oftmals wissen sie nur leider nicht, wie sie von da oben wieder runterkommen sollen.
◊Kochfeld, Toaster und Herdplatten sind weitere Gefahrenquellen. Ein Sprung auf die heiße Herdplatte kann schmerzhafte Folgen nach sich ziehen - genauso wie eine im Toaster feststeckende Pfote. Es ist also größte Vorsicht in der Küche einzuhalten.
◊Kippfenster sind lebensgefährlich. Beim Versuch ins Freie zu gelangen rutschen die meisten Katzen dabei in den Spaltund beim Versuch sich wieder zu befreien immer weiter nach unten und zerquetschen sich die Organe. Viele Katzen überleben dies nicht. Sichern Sie Ihre Fenster deshalb mit Schutzgittern, die Sie in jeder guten Zoohandlung bekommen oder aber lassen Sie die Katzen nicht unbeaufsichtigt im Raum mit gekippten Fenstern.
◊Kleinteile wie Papierkügelchen, Knöpfe, Heftklammern sollten nicht für Katzen zugänglich herumliegen. Hier besteht Verschluckungsgefahr besonders bei spitzen Teilen und diese können in der Speiseröhre oder im Magen schwere Verletzungen hervorrufen.
◊Müllbehälter, dort schauen Katzen gerne rein. Der Geruch von Speiseresten lockt die Katze an und macht sie neugierig. Wenn Sie nicht aufpassen, dann verschwindet die Katze ebenfalls im Eimer.
◊Offenes Feuer erregt die Neugier der Katze. Damit sie sich keine Brandverletzungen zufügt, sollten Sie den Kamin mit einem Gitter schützen oder aber ständig ein Auge auf die Katze werfen. Wenn Sie außer Haus sind, dann machen Sie den Kamin aus. Dasselbe gilt für Kerzen.
◊Plastiktüten sind für die Katze äußerst interessant und ein tolles Spielzeug. Die Katze kann sich beim Spielen darin verheddern und unter Umständen darin ersticken, wenn Sie nicht mehr herauskommt.
◊Spitze Gegenstände wie Messer, Schere, Reißzwecken wegräumen.
◊Türen können durch einen Luftzug zugeschlagen werden und sollten mit Türstoppern versehen werden, denn wenn die Tür zuschlägt während die Katze gerade den Raum verlassen will, kann es durch die Wucht zu schlimmen Quetschverletzungen kommen.
◊Waschmaschine- und Trocknertüren immer schliessen. Sollten Sie dies doch einmal vergessen haben, dann schauen Sie bitte vor dem Waschen oder Trocknen noch einmal genau in die Trommel um sicherzugehen, dass Sie Ihren Liebling nicht mitwaschen - er würde es nicht überleben.
◊Zimmerpflanzen sehen für Katzen wahnsinnig lecker aus. Sie sollten darauf achten, dass alle giftigen Pflanzen entfernt werden, wenn eine Katze einzieht.

Langsam eingewöhnen lassen

◊Bedrängen Sie die Katze nicht sondern lassen sie alles von alleine erkunden.
◊Zeigen Sie der Katze ihre Toilette und Fressnäpfe.
◊Wenn Sie Ihrer Katze den Freigang erlauben, sollte sie trotzdem in den ersten 4 Wochen in der Wohnung bleiben. Die Katze benötigt die Zeit, sich an die neue Umgebung und die neuen Menschen um sie herum zu gewöhnen.
◊Kümmern Sie sich in den ersten Tagen ganz intensiv um die Katze. Sie ist verwirrt und unsicher, weil sie die neue Situation noch nicht versteht. Zeigen Sie ihr, dass alles ok ist, indem Sie ihr immer gut zureden, wenn die Katze nervös wird.

Wohnungskatzen

Wohnungskatzen, besonders wenn sie alleine sind, haben oft Langeweile. Deshalb ist es in beiderseitigen Interesse die Katze zu beschäftigen sonst könnte sie Ihre Wohnung verwüsten. Besonders in den ersten Jahren hat die Katze einen sehr grossen Spieltrieb.
Die Wohnungskatze auch viele Vorteile, denn sie wird nicht vom Auto überfahren oder von Pestiziden vergiftet und hat eine viel hüöhere Lebenserwartung als Freigänger. Es ist kein Jäger da, der das Tier erschießt und sie kann sich nicht mit Krankheitserregern anstecken.
Hatte eine Katze allerdings jahrelang Auslauf und muss sich z.Bsp. durch einen Umzug mit einer kleinen Wohnung begnügen, wird sie wahrscheinlich für immer versuchen irgendwie herauszukommen, denn es ist für die Katze, die die Freiheit liebt, fast unmöglich sich an die beengten Lebensverhältnisse in einer Wohnung zu gewöhnen. Bedenken Sie dies bei einem Umzug.

Freigängerkatzen

Wer die Möglichkeit hat, sollte seiner Katze den Freigang gewähren, denn eine Katze ist ein Tier, welches viel Bewegung braucht, die es in einer Wohnung nicht bekommen kann - egal, wie groß sie ist.
Katzen, die regelmässig nach draußen dürfen, leiden viel seltener an Langeweile, denn Bäume bieten vielerlei Klettermöglichkeiten und Vögel und Mäuse bieten der Katze die Möglichkeit ihren Jagdtrieb auszuleben. Ein Freigänger ist also viel ausgelasteter und hat eine Menge mehr Spaß am Leben.
Wenn Sie umgezogen sind, sollten Sie das Tier aber zuerst ca. 4 Wochen in der Wohnung lassen damit es sich an seine neue Umgebung gewöhnt. Die freilaufende Katze braucht Impfschutz, denn die Ansteckungsgefahr ist bei der Vielzahl von Freigängern groß und für den Notfall sollte das Tier eine Tätowierung oder noch besser einen Chip bekommen, damit es Ihnen als Besitzer zugeordnet werden kann.
Zusätzlich kann ein Halsband mit Adressanhänger gekauft werden. Das Halsband sollte sich aber bei stärkerem Zug öffnen damit sich die Katze nicht erhängen kann.
In der Nähe stark befahrener Strassen der Katze aus Sicherheitsgründen den Freigang lieber nicht gewähren! Katzen, die keinen Auslauf haben, da die Straße zu sehr befahren ist, können an einer Leine im Garten an einem Plock angebunden werden. So kann sie mindestens in einem eingeschränkten Radius die frische Luft genießen.