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Katzenerziehung

Bei der Katzenerziehung muss man einige Regeln beachten, damit der Mensch und die Katze sich verstehen. Die Katze kommt oft als Baby im Alter von 12 Wochen ins Haus. Dieses Jungtier ist stubenrein und hat die ersten Erziehungslektionen seiner Mutter und des Züchters hinter sich. Nun muss man die Erziehung weiter führen. Insbesondere Jungtiere kann man gut formen. Bei neu erworbenen erwachsenen Katzen muss man manchmal ausdauernde Umerziehungsmassnahmen durchführen.
Allgemeines

Damit sich schon gleich am Anfang keine unerwünschten Unarten, die man dann später schlecht weg bekommt, einprägen muss man konsequent sein. Macht man Ausnahmen, weil die Unart gerade im Moment niedlich aussieht erwartet die Katze später auch weitere Ausnahmen und man verwässert seine Erziehung.
-Bei der Erziehung ausdauernd und beharrlich sein, denn wer nachgibt hat verloren.
-Keine Schläge, denn die brechen den Stolz der Katze und stellen einen Angriff gegen sie dar. Im Gegensatz zur Hundeerziehung akzeptiert eine Katze keine derartigen Bestrafungsaktionen als Folge ihres Fehlverhaltens. Das Tier wird Ihre Attacke nicht mit dem eigenen Verhalten in Verbindung bringen. Folglich zerstören Sie nur das Vertrauen, welches Ihnen entgegen gebracht wird. Ängstlichkeit, Aggression oder gar Unreinheit können die Folge sein.
-Zeitnah handeln, denn nachträgliche Bestrafungen oder spätere Erziehungsversuche sind unsinnig. Sofort in die unerwünschte Handlung der Katze eingreifen und das Fehlverhalten korrigieren.
-Wenn die Katze etwas unerwünschtes macht - an Pflanzen knabbern, an Gardinen hochklettert - wird sie mittels Blumenbestäuber etwas geduscht. Der Wasserspritzer tut nicht weh, ist aber für die Katze sehr unangenehm. Die Katze wird ein bestimmtes Verhalten mit dem unfreiwilligen Duschen assoziieren und es nach mehreren unangenehmen Erfahrungen lassen.
-Dem Liebling niemals etwas von Ihrer Malzeit abgeben, sonst erziehen Sie ihn zum Betteln am Tisch.
-Katzen sind Gewohnheitstiere. Sie gewöhnen sich nicht nur irgendwelche Marotten an, sondern passen sich dem Lebensrhythmus ihres Menschen an. So z.B. an Schlafens-, Aufsteh-, und Fütterungszeiten.

Kratzen an Möbeln

Falls Ihre Katze in der Wohnung an den Möbeln kratzt setzen Sie sie so an den Kratzbaum, dass sie mit dem Kratzen fortfahren kann. Lobend streicheln Sie das Tier dabei. Das vorübergehende Bekleben der verbotenen Kratzstelle mit doppelseitigem Klebeband vermiest der Katze weitere Kratzattacken.   Ursache für das Kratzen an Möbeln und Tapete kann sein, dass die Kratzbäume an den falschen Stellen aufgestellt wurden. Ein in der hintersten Ecke oder selten aufgesuchten Nebenraum stehender Kratzbaum ist zwecklos. Die Katze hat auch ihr Revier und wünscht deshalb ihren Kratzbaum an markanten und zentralen Stellen.

Klettern an Vorhängen

Abgesehen davon, dass Katzen gerne bodentiefe Vorhänge für Versteckspiele verwenden, bei denen sie regelmässig mit ihren Krallen im Dekostoff hängen bleiben und ihn dadurch beschädigen, werden Gardinen und Vorhänge gerne als Klettermatten missbraucht. Auch hier muß man mit Wasserspritzern vorgehen. Notfalls sollte man die Vorhänge für einige Wochen entfernen, damit sich das neue Kätzchen auf andere Wege nach oben gewöhnt.

Ausbuddeln und Anknabbern von Zimmerpflanzen

Um dies zu verhindern kann man die Blumenerde mit möglichst grossen Steinen bedecken. Zusätzlich sollte man Schalen mit Katzengras aufstellen. Erwischt man die Katze an der verbotenen Pflanze, so wird sie mit NEIN ergriffen und zum Katzengras gebracht.

Mäuse apportieren

Viele junge Katzen apportieren spontan Mäuse oder anderes Spielzeug. Damit wollen sie ihren Zweibeiner auffordern, mitzuspielen. Streicheln Sie lobend das Kätzchen und werfen Sie die Maus in eine kurze Entfernung. Loben Sie die Katze jedesmal, wenn sie mit der Maus zurück kommt. Dieses Erfolgserlebnis spornt sie an. Während des Spiels erhöhen Sie die Entfernung und den Schwierigkeitsgrad.

Katzensprache verstehen lernen

Duftstoffe

Sie werden verwendet zur Reviermarkierung. Markante und am Revierrand befindliche Gegenstände werden mit persönlicher Duftnote versehen und unterstreichen den Revieranspruch.

Kommunikation über Geschlechtsstatus

Je nach Hormonhaushalt duftet eine Katze unterschiedlich. Somit ist z.B. eine läufige Katze an ihren Duftspuren von einer trächtigen oder nicht paarungswilligen Artgenossin zu unterscheiden. Der Potenzstatus eines Katers ist ebenfalls riechbar.

 
Wiedererkennen von Artgenossen am Körpergeruch

Hier sind insbesondere die Duftdrüsen im Analbereich bzw. am Schwanzansatz von Bedeutung. Neugeborene, blinde Babies erkennen ihre Mutter am Geruch.
Katzen haben folgende Möglichkeiten, Markierungen zu setzen:
-Markieren mit Urin Für den Menschen gut riechbar. Der Urin potenter Kater beinhaltet sehr intensive Duftstoffe. Auch rollige Katzen setzen Duftmarken, die jedoch nicht so extrem sind.
-Markieren durch Krallenwetzen. Drüsen zwischen den Zehen produzieren ein für den Menschen nicht wahrnehmbares Sekret.
-Markieren durch Reiben des Kopfes an Gegenständen. Drüsen am Kopf sondern ein für den Menschen nicht riechbares Sekret ab.

Laute

Mehr als ein Dutzend verschiedene Laute kann eine Katze von sich geben.
Knurren, Beute/Futter/Spielzeug verteidigen
Fauchen, Drohgebärde, durch ruckartiges Ausatmen erzeugt
Jaulen und Gurren, rollige Katze lockt damit Kater
Schnurren, Zufriedenheit, Katzenmutter signalisiert ihren Babies keine Gefahr

Körperhaltung und Mimik

Augen
   weit aufgerissen, Angst, Unsicherheit
   voll geöffnet, Interesse, Aufmerksamkeit
   halboffen, alles okay
   verengte Pupillen, Anspannung
   zugekniffen, Zufriedenheit, Entspannung
Ohren
   seitlich, schräg nach vorne, Zufriedenheit, Entspannung
   nach vorne gerichtet, Aufmerksamkeit, Interesse
   seitlich nach hinten gerichtet, Gereiztheit, Aggressivität, Angriffsstimmung
   flach nach hinten gerichtet, Abwehr, Unterwerfung
   angelegt, Angst
Schnurrhaare
   leicht nach hinten gestellt, Normalstellung
   flach nach hinten gezogen, schüchtern, Angst
   nach vorne gerichtet, gespreizt, Aufmerksamkeit, Anspannung
Kopfhaltung
   erhoben, Dominanz, Selbstsicherheit
   gesenkt, Unterlegenheit
   vorgestreckt, Kontaktbereitschaft, Neugierde
   abgewendet, Desinteresse
Rumpf
   langgestreckt, Selbstsicherheit, Angriffsbereitschaft
   Buckel, Angst, Abwehr
Schwanz
   Hin- und herschlagen, Nervosität, Gereiztheit,      das Tempo drückt den Grad der Erregung aus
   heftiges, einzelnes peitschen, Angriffsdrohung
   hin- und herbewegen der Schwanzspitze, Vorbereitung auf den Sprung bzw. Angriff
Fell
   Komplettes Fell gesträubt, Angst
   Schwanz und Rückenlinie gesträubt, Drohen
   Leicht gesträubtes, mattes Fell, Hinweis auf gesundheitliche Störung

Verhaltensweisen

Gähnen, Beschwichtigung, Zufriedenheit
Nase an andere reiben, Zuneigung, Akzeptanz
Auf den Rücken legen, Beine angewinkelt, Aufforderung zum Spielen
Auf den Rücken oder Seite legen in Kombination mit Jaulen, Unterlegenheitsgeste, soll Beiss- und Tötungshemmung auslösen
Maul halb geöffnet, Zähne sichtbar, Drohung
Ausstrecken erhobener Pfote, Warnsignal, dem ein Hieb mit ausgefahrenen Krallen folgen kann
Futternapf auslecken oder herumschieben, Hunger oder Durst
Neben dem Futternapf scharren, Ablehnung des schlechten Futters
Geduckt gehen, Angst
Kopf hochstrecken und dann zurückziehen bzw. abwenden, Katze fühlt sich bedrängt
Unter Kinn oder Hals einer anderen Katze vorbeistreichen, Begrüssung, insbesondere von Jungtieren