Die Haustierseite

Katzenernährung, gesundes Futter für Katzen

Die natürliche Nahrung, wovon ernährt sich die Katze?
Die natürliche Nahrung der Katzen besteht aus kleinen Wirbeltieren -Mäuse, Hamster, kleine Hasen und Kaninchen, Reptilien, Frösche und Vögel sowie Insekten. Die Beutetiere werden meist komplett verzehrt mit Ausnahme der Federn und grösserer Knochen oder Schäädel. Die Katze beginnt dabei mit dem Kopf und frisst die Beute von vorne nach hinten, indem sie die Beute mit den Schneidezähnen in kleine Portionen zerteilt, die sie ungekaut verschluckt. Grössere Knochen werden abgenagt oder mit der Zunge abgeraspelt. Kleine Knochen werden zerbissen und gefressen.
Katzen sind im Gegensatz zu den Hunden reine Fleischfresser und haben einen sehr hohen Proteinbedarf. Ihr Magen- und Darmtrakt ist entsprechend entwickelt. Pflanzliche Kost wie Gemüse und Getreide kann nur verdaut werden, wenn es vorbehandelt -gekocht oder fermentiert- ist. Die Nahrungsaufnahme erfolgt langsam und meist an einem ungestörten Ort. Anschliessend erfolgt eine Fellpflege -insbesondere Pfoten und Gesicht- sowie der Toilettengang.

Bevor Sie das hier lesen, empfehle ich einmal zuerst den Artikel über das Fertigfutter zu lesen, denn dasselbe was für Hunde gilt kann man auch auf die Katze übertragen.

Die ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung muss auf die Bedürfnisse der Katze ausgerichtet sein und folgende Bestanteile enthalten
-Proteine, wichtigster Nahrungsbestandteil, vor allem in Fleisch, Fisch, Käse und Eier. Soll mind. 25 Prozent des Energiebedarfs abdecken. Besonders wichtig ist Taurin für die Erhaltung der Sehkraft und muss vollständig mit der Nahrung aufgenommen werden, da die Katze dieses Protein nicht selbst produzieren kann.
Fette, Energiespender in  Hühnerfett, Schinkenspeck, Butter und Schmalz. Soll 15 - 40 Prozent des Energiebedarfs abdecken, ist leicht abbaubar.
-Kohlenhydrate, nicht unbedingt erforderlich, aber im Fertigfutter als preisgünstiger Energieträger enthalten. Meist Getreideprodukte.
-Mineralstoffe, Natrium, Kalium, Magnesium
-Spurenelemente, z.B. Eisen, Mangan
-Vitamine
Vitamin A, für Augen, Haut, Fell, Zahnfleisch
Vitamin B1, zur Energiegewinnung aus Kohlenhydraten
Vitamin B6, für den Aminosäurestoffwechsel und Proteinaufbau
Vitamin B12, wirkt positiv auf Eiweiß- und Fettstoffwechsel
Biotin, Bestandteil vieler Enzyme und damit wichtig für den gesamten Stoffwechsel
Vitamin C, zur Bildung und Erhaltung von Knochen und Bindegewebe, erhöht Eisenverfügbarkeit
Vitamin D3, reguliert Kalzium- und Phosphathaushalt zum Aufbau von Knochen und Zähnen
Vitamin E, zum Muskelaufbau und der allgemeinen Zellfunktion
Folsäure, wichtige Funktion beim Zellaufbau
Vitamin K, zur Bildung diverser Proteine
Nikotinsäureamid, für den Energieumsatz innerhalb der Zellen

 
Folgen von falscher Ernährung

Bei falscher Dosierung der Stoffe und Vitamine können Krankheiten und Mangelerscheinungen auftreten.
Ein Mangel von Vitamin A kann zu Skelettschädigungen, Augenerkrankungen und Potenzstörungen führen. Eine langfristige Überdosis verursacht Gelenkschäden.
Mangel an Vitamin B1 kann Appetitmangel und somit zur Abmagerung führen und Nervenstörungen verursachen.
Ein Mangel an Vitamin E kann Appetitlosigkeit, Fettgewebserkrankungen und Entzündungen hervorrufen.
Taurinmangel führt zu Schäden an der Netzhaut, die zur Erblindung führen können. Bei tragende Kätzinnen kann es zu Skelett- und Nervensystemschädigung des Föten kommen.
Ein Mangel an Kalzium schädigt Zähne und Skelett.

Was der Katze füttern?

Futtersorten aus dem Handel ist Alleinfutter. Es ist hinsichtlich der Nährstoffe so abgestimmt, daß die Katze kein Ergänzungsfutter oder Vitaminpräparat benötigt. Beim Füttern von Vitaminpräparaten und vitaminhaltigen Leckereien ist jedoch eine Überdosierung zu vermeiden.
Wer die Nahrung für seine Katze selbst zubereitet muss sich mit der Thematik Ernährung intensiver auseinandersetzen, damit es nicht zu einer Fehlernährung kommt. Wer seinem Tier kulinarische Abwechslung bieten möchte, soll dies tun, muss aber einige Dinge beachten.
-Keine Kuhmilch, da die meisten Katzen -wie auch manche  Menschen- das zur Spaltung des Milchzuckers -Laktose- erforderliche Enzym  nicht besitzen und vom Verzehr Durchfall bekommen. Sahne und Käse dagegen darf gefüttert werden, da der darin befindliche Milchzucker durch die  Verarbeitung verändert wurde.
-Keine schimmeligen Lebensmittel.
-Keine verdorbenen Lebensmittel.
-Geflügelfleisch ist sehr bekömmlich, muss aber unbedingt zur  Verhinderung einer Salmonelleninfektion gegart werden. Es werden nur  Fleisch und Knorpel gefüttert, nicht jedoch Knochen, weil sie leicht  splittern.
-Kaninchenfleisch ohne Knochen, da sie leicht splittern.
-Kein rohes Schweinefleisch wegen der Gefahr der Toxoplasmose.
-Fisch wird ohne Kopf, Gräten und Eingeweide gefüttert. Der Vitamin-B haltige Fisch ist zwar keine natürliche, aber eine gute, ausgewogene Nahrung für  Katzen. Bei Fisch aus Konserven muss darauf geachtet werde, daß keine Öle sondern Wasser als Füllstoff verwendet wurde. Thunfisch im eigenen Saft ist für Katzen eine Delikatesse.
-Eier sind ein guter Proteinlieferant, der Dotter kann roh gegeben werden, das  Eiweiss sollte gekocht werden, da es im rohen Zustand Vitamin B neutralisiert.  Allerdings sollten wegen Salmonellengefahr die Dotter auch gekocht werden.
-Rindfleisch, roh oder gegart.
-Bei der Zubereitung von Fleisch ist Braten oder Grillen besser, da beim  Kochen ein Teil der Nährstoffe in die Kochbrühe übergehen. Innereien werden gekocht.
-Gekochter Reis ist ein sehr gutes Diätfutter bzw. bei Verdauungsproblemen.

 
Trockenfutter - Dosenfutter

Im Handel gibt es eine ganze Menge an Fertigfuttersorten. Welches Futter Sie denn kaufen hängt vom Geschmack und von den Vorlieben der Katze ab. Trockenfutter ist im Vergleich zum Dosenfutter nicht zweitklassig und ist auch sehr ausgewogen. Das Trockenfutter hat verschiedene Vorteile
Genau abgestimmte Vitamine und Nährstoffe
leicht verdaulich
weniger und geruchsärmere Häufchen
Haarballen werden problemlos durch den Magen- und Darmtrakt ausgeschieden -kein gefährlicher Magenverschluss, kein Auswürgen von Haaren-
spätere Nierenprobleme entfallen
weniger Zahnsteinbildung
höhere Lebenserwartung
geringere Arztkosten im Alter
sehr sparsam im Verbrauch -ca. 1 kg pro Katze und Monat-
geringere Futterkosten
weniger Verpackungsmüll

Hinweis

Sparen sie aber bitte nicht am falschen Enden, denn billigeres Trockenfutter oder Dosenfutter kann eine schlechtere Zusammensetzung haben und einen falschen ph-Wert. Dies kann zu Mangelerscheinungen führen.
  Die billigen Dosenfutter sind u.a. mit viel Flüssigkeit und Füllstoffen aufgemengt, um einen niedrigen kg-Preis zu erzielen. Somit ist billiges Futter bei deutlich günstigerem kg-Preis aufgrund der benötigten grösseren Futtermenge nicht günstiger, ganz abgesehen von den zu erwartenden Langzeitschäden. Während eine 3-4 kg schwere Katze mit 30-40 g Premium-Trockenfutter täglich auskommt, benötigt sie von minderwertigen Futter mehrere 100g.

 
Baby-, Erwachsenen-, Diät- oder Seniorenfutter?

Das im Handel erhältliche Fertigfutter ist auf die Ernährungsbedürfnisse einer normal aktiven, erwachsenen Katze abgestimmt. Junge, kranke, übergewichtige und alte Tiere benötigen jedoch eine andere Futterzusammensetzung.
Babyfutter wird bis zum Alter von etwa 9 bis 12 Monaten gefüttert. Es ist ernergiereicher und hat einen höheren Proteingehalt sowie eine andere Vitaminzusammensetzung, womit das Wachstum unterstützt werden soll. Die hohe Energiedichte ist erforderlich, da die Kätzchen bezogen auf das Körpergewicht ein Mehrfaches an Energie benötigen als ausgewachsene Katzen.
Diätfutter wird bei Verdauungs-, Resorptions- oder Stoffwechselstörungen verabreicht.
Seniorenfutter ist für die zweite Lebenshälfte gedacht. Der geringere Energiegehalt soll verhindern, daß die älteren, ruhigen Tiere übergewichtig werden. Manche Altkatzen magern jedoch ab, weil sie die Nahrung nicht mehr so effizient verdauen können. Sie benötigen ein entsprechend kalorienreiches Futter.

 
Wie füttern?
    

Junge Katzen bekommen mindestens vier Mahlzeiten, Erwachsene kann man an ein bis zwei Hauptmahlzeiten gewöhnen, wenn nebenbei Trockenfutter bereit steht. Niemals direkt aus dem Kühlschrank servieren. Das Futter muss Zimmertemperatur haben. Bei Frisch- und Dosenfutter wird nur soviel serviert, wie die Katze unmittelbar frisst. Reste würden sehr schnell verderben und von der Katze gemieden. Für Dosen- und Trockenfutter verwendet man verschiedene Schalen.

 
Katzengras

Katzen knabbern gerne an Gras und andere Grünpflanzen. Dies geschieht nicht zur Nahrungsaufnahme, denn das Verdauungssystem der Katze kann diese Pflanzenteile kaum verwerten. Das Verschlucken der Grasspitzen erfolgt, um einen Brechreiz zu erzielen. Die bei der Fellpflege verschluckten Haare werden somit wieder ausgewürgt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Haarballen eine Verstopfung verursachen. Daher stellt man seiner Katze eine Schale mit Katzengras oder ähnlichem zur Verfügung. Man kann auch Weizen und Haferkeime nehmen, nicht jedoch zu dünne Grassorten, weil sie sich nicht so gut abbeißen bzw. abreissen lassen.
Keine giftigen Pflanzen in der Wohnung halten.

 
Wasseraufnahme

Die Katze hat einen geringen Wasserbedarf, weil sie nur sehr wenig Wasser durch Schwitzen an die Umwelt abgibt. Mit der festen Nahrung deckt sie ihren Wasserbedarf weitestgehend. Die natürlichen Beutetiere bestehen ebenso wie das Dosenfutter zu etwa 80 Prozent aus Feuchtigkeit. Bei Hitze und Ernährung mit Trockenfutter erfolgt vermehrte Aufnahme durch Trinken. Eine Wasserschale mit täglich frischem Wasser muss immer zur Verfügung stehen.