Die Haustierseite

Kaninchen

Unsere Hauskaninchen stammen vom europäischen Wildkaninchen, das in Spanien beheimatet ist, ab. Von dort wurden sie von den Seefahrern als lebendes Proviant auf die Schiffe genommen und verbreiteten sich so auf der ganzen Welt. In manchen Ländern wie zum Beispiel Australien verbreiteten sie sich so stark, dass sie als Schädlinge gelten.
Bereits im 16. Jahrhundert wurde mit der Zucht verschiedener Hauskaninchenrassen begonnen. Sie wurden zunächst als Fleisch- und Pelzlieferanten gezüchtet und somit entstanden zuerst die großen Rassen und Angorakaninchen.
Kaninchenrassen

-Großrassen, von ca. 5 - 8,5 kg Körpergewicht. Deutscher Riese grau, Deutscher Riese weiss, Deutscher Widder, Deutscher Riesenschecke
-Mittelgrosse Rassen, von ca. 3 - 5 kg Gewicht. Alaska, rote und weisse Neuseeländer, Meissner Widder.
-Kleine Rassen, 2,00 bis 3,00 kg. Perlfeh, Holländer, Deutscher Kleinwidder, Hermelin, Widderzwerg und nach Farbschlägen, wie russenfarbig, lohfarbig, japanerfarbig.
-Kurzhaarrassen. Rexkaninchen, Castor Rex, Feh-Rex, Dalmatiner Rex, Rexzwerge.
-Langhaarrassen. Angora, Jamora, Fuchskaninchen und auch wieder Fuchszwerge.
Der Begriff Zwergkaninchen ist für alle Kaninchen geprägt worden, die unter 2 kg wiegen.

Verhalten

Kaninchen leben in freier Wildbahn in großen Gruppen/Familienverbänden. Sie legen gemeinsam unterirdische Baue an, rund um diese Bauten liegt ihr Revier. Die Reviergrenzen des bis zu einem Kilometer großen Reviers werden deutlich durch Urin und Kot markiert. Innerhalb einer Gruppe gibt es eine sehr klare Rangordnung. Ranghöhere Tiere leben tiefer im Bau, in den Aussenbereichen leben rangniedrigere Tiere. In der Dämmerung werden die Tiere aktiv, verlassen den Bau und suchen Nahrung. Sie bleiben meistens in der Nähe ihrer Behausung, um schnell flüchten zu können. Kaninchen sind relativ reviertreu und bleiben meist in ihren Familien unter sich. Jungtiere und Weibchen anderer Gruppen werden allerdings mit ins Rudel aufgenommen, erwachsene Rammler werden aber sofort angegriffen und vertrieben.
Es gibt auch innerhalb der Familie Kämpfe um die Rangposition. Innerhalb der Gruppe bilden Kaninchen feste Paargemeinschaften, wobei Rammler nicht treu sind, aber die Häsinnen sind treu. Rammler und Häsin leben gemeinschaftlich in einem Bau, sie schlafen zusammen und gehen gemeinsam auf Futtersuche.
Aufgrund des Lebens der Kaninchen in freier Wildbahn sollten diese Tiere auch in der Haltung niemals allein gehalten werden. Als Haustier sollte man einen kastrierten Rammler mit einem Weibchen zusammen halten.

Geschlecht der Hasen

Zwergkaninchenrassen werden mit ca. 3 Monaten geschlechtsreif und man sollte dann die Tiere nach Geschlechter trennen. Drückt man den Rammlern kurz vor der Geschlechtsöffnung auf den Bauch, tritt der Penis hervor. Ist man etwas unsicher, kann man auch von der Geschlechtsöffnung weg in Richtung Bauch mit sanftem Druck streicheln; bei Rammlern tritt dann auch nach einiger Zeit der Penis hervor. So kann man das Geschlecht feststellen.
Die Rammler sollten kastriert werden und erst nach einer Quarantänezeit von 6 Wochen zu den Häsinen gelassen werden; denn ein Rammler, der vor der Kastration schon geschlechtsreif war, bleibt zwischen 3 und 6 Wochen zeugungsfähig und darf deshalb erst nach 6 Wochen Quarantäne wieder zum Weibchen.
Hier ist eine Frühkastration zwischen der 10. und 12. Lebenswoche besser, da der Rammler so nicht anfängt seine Gegend zu markieren. Ausserdem ist eine Frühkastration für den Rammler schonender und er kann gleich dannach wieder zu seiner Familie.
Kaninchen können nicht erbrechen und sollten auf keinen Fall vor der OP ausgenüchtert werden, das würde zu einer Verdauungsstörung führen.

Aufzucht