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Hunde richtig erziehen

Hundeerziehung ist wichtig, da ohne diese der Hund und der Mensch leidet, im schlimmsten Fall wird der Hund krank. Dies wäre Tierquälerei und muss unterbunden werden. Die Alternative dazu ist den Hund nur anzubinden oder einzusperren. Desweiteren würde das Tier eine grosse Gefärdung darstellen.
Der Hund, der sich in der Öffentlichkeit bewegt muss lernen dass Fremde nicht grundsätzlich als Freunde, Feinde oder Beute einzustufen sind und ihn darf Unbekanntes und Lautes, oder Dinge die komisch riechen nicht in Panik versetzen. Er darf nicht auf andere Menschen und andere Tiere losgehen, nicht an der Leine zerren und nicht ständig bellen. Er muss sauber sein.
Dies ist sehr schwierig und soll hier angegangen werden.

Tips

Allgemein

Sie lieben Ihr Tier und sollten ihm soviel Freiheit wie möglich gönnen. Dafür ist das Training, denn wer hat nicht lieber einen klugen als einen dummen Hund. Kein Hund ist lernunfähig und Sie sollten sich Zeit für Ihn nehmen, mindestens eine Stunde pro Tag, denn nur Füttern und Gassi gehen reicht einfach nicht aus. Wenn sie diese Zeit nicht haben, dann halten Sie sich keinen Hund.

Sie lieben Ihr Tier und sollten Vertrauen aufbauen, denn er ist kein Gegenstand sondern ein fühlendes Lebeswesen.

Welche Hundeerziehung?

Es gibt zwei Arten.
Die Erziehung zum Unterlassen, für die Dinge die verboten sind und wir nicht möchten. Diese Erziehung ist relativ einfach und wir müssen den Tieren nur die Unarten austreiben.
Dies sind zum Beispiel Türen zerkratzen, Sachen zerkauen, Joggern nachrennen.
Erlernen von Fertigkeiten die uns nützen. Hier nutzen wir die Triebe des Hundes und lenken sie auf bestimmte Bahnen. Diese Erziehung braucht sehr viel Geduld und Arbeit mit dem Tier.
Dies sind zum Beispiel Meutetrieb und Hüten von Vieh, Revierverteidigung und Schutz der Familie, Bewegungsbedürfnis und Schlittenziehen, Jagdtrieb und Apportieren zur Hilfe bei der Jagd und für Schutzdienste.

Wie erziehen?

Durch Lob und Strafe, bzw. positive und negative Einwirkung.
Hier ist ganz wichtig, dass diese Handlungen vom Hund verstanden werden und immer einen Bezug zu der Handlung haben. Belohnung ohne Leistung ist deswegen genauso falsch wie Zorn ohne Grund.
Niemals verprügeln!!

Drei Schritte zur Hunde Erziehung

Belohnen Sie das was der Hund gerade zufällig tut. Wenn er gerade kommt geben Sie den Befehl Komm und wenn er sich gerade setzt geben Sie den Befehl Sitz und belohnen ihn. Das tun Sie einige Tage und führen dabei das charakteristische Handzeichen ein, dass Sie zu diesem Befehl zuordnen möchten denn so kann das Tier den Befehl hören und sehen und durch den doppelten Reiz ist die Einprägung grösser.
Auf Befehl das Richtige tun. Führt das Tier dann nach einigen Tagen auf Ihren Befehl das Richtige aus wird er ausgiebig belohnt, durch Spielen oder Leckerli, und gelobt. Man kann auch kleine Tricks anwenden, indem man ein Leckerli über seinen Kopf nach hinten führt. Um das Leckerli im Blick zu halten, wird der Hund sich setzen, um Genickstarre zu vermeiden. So etwas wird vor jedem Füttern geübt.
Er muss tun was wir sagen.Wenn er seine Belohnung haben möchte muss er den Befehl befolgen. Will er bei Sitz woanders hinlaufen, wird er festgehalten und energischer in die Sitz-Position gedrückt. Buddelt er bei Komm weiter in der Erde herum, wird er mit einem Lehmklumpen beworfen. Wir vereiteln alle anderen Tätigkeiten, wenn wir ihm etwas bestimmtes aufgegeben haben. Zu jedem einzelnen Befehl wird der Hund in seinem Gedächtnis bald keine andere Handlungsmöglichkeit mehr finden, als die Gewünschte.

Die Regeln

In gleichen Situationen immer gleich verhalten, damit der Hund ihr Verhalten als berechenbar einstufen kann.
◊Wenn der Hund etwas nicht sofort begreift nicht aufgeben, denn Lernen erfolgt in ganz kleinen Schritten. Das Lernen mit -Positive Verstärkung- unterstützen, indem man erwünschte Handlungen lobt, auch wenn sie erst im Ansatz erkennbar sind. Auch Teilerfolge sind zu loben und erst zur nächsten Lektion übergehen, wenn die vorige Lektion beherrscht wird.
◊Nicht nachlassen im Üben und immer wieder wiederholen. Geduldig sein und bei den Übungen nicht ablenken lassen.
◊Die Stimme einsetzen, indem man ernste Befehle mit tief gestellter Stimme gibt, denn der Hund respektiert wie der Wolf tiefere Stimmlagen mehr als hohe. Dies sind zum Beispiel die wichtigen Befehle wie -Fuß,Ruh und Platz. Alle anderen Befehle kann man dann mit normaler Stimme geben. Dadurch ist die Unterscheidung der Befehle auch klarer.
◊Es muss sehr deutlich gelobt und gestraft werden ohne den Hund zu erängstigen und es kommt auf den richtigen Moment an. Unarten erst gar nicht einreissen lassen und sofort unterbinden.
◊Ihr Tier braucht ein klares Rangordnungsverhältnis sonst stellt er sich selbst an die Spitze der Familie oder verwildert.
◊Erzeugen Sie Schreck Einwirkungen und versuchen Sie Schmerz Einwirkungen wenn möglich zu vermeiden. Sie sollten nur grob werden wenn der Hund nach Ihnen schnappt. Werfen Sie ihn dann auf den Boden und achten Sie darauf, dass er mit eingezogener Rute regungslos auf dem Boden liegen bleibt und sie als Chef anerkennt.
Falls er sich wehrt fixieren Sie seine Kehle vorsichtig so am Boden, dass er fast keine Luft mehr bekommt. Bei bissigen Hunden zieht man vorher Arbeitshandschuhe und dicke Sachen an und bringt ihn dann in eine solche Erziehungssituation.
◊Handeln Sie sofort damit der Hund die Strafe verstehen kann und dem Ereignis zuordnen kann, denn vergisst er warum die Handlung erfolgt.

Hinweise

Die Übungseinheiten sollten so lange gewählt werden, dass der Hund noch Spass an den Übungen hat und er ein gutes Gefühl dabei hat. Nicht bis zur Erschöpfung übern und auch eine Pause machen. Erst eine neue Übung beginnen, wenn die alte Übungseinheit sitzt. Dann geht er auch mit Spass an die nächste Übungseinheit. Langweilen sie den Hund aber auch nicht, indem Sie stundenlang immer wieder dasselbe üben.

Beispiele aus der Praxis
Wie bekommt man einen jungen Hund stubenrein?

Man hängt an die Eingangtür ein Türglöckchen. Wenn man nun mit seinem Hund auf die Strasse -Gassi- geht benutzt man die Klocke und klingelt damit.
Nach einiger Zeit wird der Hund selbst daran klingeln wenn er hinaus muss.

Unterlassungserziehung mit AUS

Rufen sie AUS und werfen Sie am Anfang einen weichen Schuh, der nicht weh tut. Das Tier muss nicht unbedingt getroffen werden, es bekommt aber einen Schreck.
Nach einiger Zeit können Sie sich den Schuh sparen, rufen nur AUS und machen nur die werfe Handbewegung, die Sie nach noch einiger auch weg lassen können.
Der Hund hat nun zu einer bestimmten Handlung sein AUS gelernt und er wird diese Handlung nicht mehr lieben.

Das Einmaleins der Welpenerziehung finden Sie auch bei uns.