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Farbmaus Gesundheit

Aufzucht,Pflege,Gesunderhaltung und Vermehrung von Mäusen

Die Farbmaus zeigt eine Krankheit meistens nicht an und sie wird sich für den Betrachter normal verhalten. Daher wird eine Krankheit meistens nicht entdeckt und es fällt den Halter oft erst auf wenn es schon zu spät ist und das Tier so weit abgemagert ist und schwach dass jede Hilfe zu spät ist.
Deshalb ist ständiges Beobachten der Tiere wichtig.
Krankheiten erkennen

Der Halter sollte sich einige Dinge täglich fragen und Entsprechendes kontrollieren.
-suchen die Mäuse ihr Futter und kommen alle zum Futternapf?
-halten sie ihre üblichen Wachphasen ein?
-sind sie an ihrer Umgebung interessiert?
-bewegen sie sich normal?
-verhalten sich die Farbmäuse ihren Artgenossen gegenüber normal?
Wenn hier Auffälligkeiten vorliegen sollten, dann muss man sofort den Tierarzt konsultieren. Desweiteren sind die Farbmäuse einmal die Woche zu untersuchen.
-die Tiere wiegen und eine Liste mit ihrem Gewicht führen. Bei den Mäusen sollte man eine Briefwaage benutzen, da das Ergebnis sonst zu ungenau ist.
-die Ohren und die Augen kontrollieren.
-Schneidezähne kontrollieren. Diese müssen so zueinander stehen, dass sie sich gut abnutzen können.
-Abtasten der Tiere; auf Verdickungen. -Fellkontrolle und suchen nach kahlen Stellen und Auffälligkeiten.
-After kontrollieren; schauen ob er verschmutzt oder verklebt ist.

Gewichtsverlust

Wenn das Tier einen deutlichen Gewichtsverlust hat, dann ist es krank oder hat sehr viel Stress. Allerdings sind Gewichtsschwankungen von 5 g die Woche bei der Farbmaus normal. Wenn alle Tier eim Gehege abnehmen sollten kann es ein Fütterungsfehler und eine Mangelerscheinung sein. Ist dies nur bei einem Tier der Fall dann die Ursache finden und ggf. den Stress abstellen. Andernfalls den Tierarzt aufsuchen.

Kahle oder schorfige Stellen im Fell; vermehrtes Kratzen
Dies ist ein Anzeichen für Pilz- oder Parasitenbefall. Struppiges und glanzloses Fell weist auf einen Fettmangel hin.
Verklebte oder anderweitig veränderte Augen

Dies kann auf eine Bindehautentzündung oder Verletzung der Augen hinweisen.

Vorderzähne, zu lang oder abgebrochen

Die Zähne müssen so zueinander stehen, dass sie sich gut abnutzen können. Die Vorderseite der Schneidezähne sollte gelb bis orange sein. Wenn die Zähne zu lang sind oder anderweitige Probleme auftauchen sollte man den Tieren frische oder getrocknete Zweige zum nagen geben. Gerne nehmen sie auch harte Hundeknochen. Meistens regelt sich die Sache dann von selbst.

Niesen und knackende Geräusche beim Atmen

Dies weist auf eine Atemwegserkrankung hin.

Ohren schuppig, verklebt, Kopfschiefhaltung

Meistens ist dies eine Infektion im Innenohr. Wenn die Ohren schuppig oder schorfig sind dann liegt meistens ein Parasiten- oder Pilzbefall vor.

After, schmutzig und verklebt

Wenn der After verschmutzt und verklebt ist, hat die Farbmaus meistens Durchfall. Es kommt auch ein starker, strenger Kotgeruch aus dem Gehege.

Hoden geschwollen

Im Sommer, wenn es sehr warm ist, schwellen die Hoden von Farbmäusen sehr stark an. Es ist aber völlig normal, so wird der Samen gekühlt, ausserdem ist es der Sommer der Zeit der Fortpflanzung. Trotzdem im Auge behalten und kontrollieren.

Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen

Dies könnte auf eine Blasen- oder Nierenerkrankung hinweisen. Weitere Anzeichen sind krummer Rücken beim Urinieren, ständig feuchter Afterbereich und stark riechender Urin. Sofort vom Tierarzt untersuchen lassen.

Bauch hart, rund und angespannt

Dies kann eine Fehlgärung im Darm sein, hervorgerufen durch Fehlernährung; meistens nasses unverträgliches Frischfutter. Dem Tier einige Tropfen Elugan, Lefax oder sab Simplex -Medikament mit dem Wirkstoff Simeticon- geben und zum Tierarzt gehen.

Krallen zu lang, krumm

Hier kann man einen Ytongstein ins Gehege stellen. Den so aufstellen, dass die Farbmaus darüber laufen muss wenn sie an das Futter möchte.

Nachwuchs?

Nachwuchts sollte nicht angestrebt werden, da es genug Mäuse gibt und der Halter meistens die Tiere nicht behalten oder argerecht unterbringen kann. Ausserdem sollte die Zucht nur von Experten gemacht werden; Inzucht ist hier unter anderem ein Stichwort.
Ein Mäuse Weibchen wird alle 3 - 6 Tage hitzig bekommt nach einer Trächtigkeitsdauer von etwa 21 - 23 Tagen zwischen 4 - 14 Junge. Nach weiteren 21 - 25 Tagen kann sie erneut werfen. So kann auch die Vermehrungsrate schnel ausser Kontrolle geraten.

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