Chinchilla Haustierseite

Chinchilla Gesundheit

Aufzucht,Pflege,Gesunderhaltung und Vermehrung von Chinchilla

Man erkennt die Krankheit-Gesundheit- bei einem Chinchilla meistens nicht, da er die oft nicht deutlich zeigt. Das Tier ändert sein Verhalten kaum, und wenn man die Krankheit dann erkennt ist sie meist so weit fortgeschritten, dass es zu spät ist. Deshalb sollte man sein Tier ständig beobachten, damit man kleinste Veränderungen sofort erkennt und handeln kann.
Krankheiten erkennen

Täglich sollte das Tier beobachtet und auf seine Gesundheit untersucht werden. Hier sind die Fragen zu stellen.
-Kommen die Chinchillas zum Fressnapf und zur Fütterung?
-Fressen sie normal?
-Laufen und springen sie normal und sind an ihrer Umgebung interessiert?
-Sind die Kotkugeln normal geformt und normal gross? Wenn Unregelmässigkeiten oder Auffälligkeiten auftreten sollte man sofort zum Tierarzt gehen. Desweiteren sind einmal in der Woche folgende Kontrollen nötig:
-Gewichtskontrolle. Das Gewicht aufschreiben und eine Liste führen.
-Die Ohren und Augen und die Schneidezähne kontrollieren.
-Das Tier vorsichtig abtasten und auf Auffälligkeiten wie Verdickungen und Druckempfindlichkeiten prüfen.
-Das Fell des Tieres auf kahle Stellen und andere Auffälligkeiten untersuchen.
-Den After anschauen, ob er verklebt ist.

Gewichtsverlust

Ein Gewichtsverlust von weit über 10 Prozent des Körpergewichts die Woche deutet auf ein Problem mit der Gesundheit hin. Es können aber auch Anzeichen von Stress sein.

Kahle Stellen im Fell

Dies weist meistens auf Pilze hin. Der Auslöser kann fehlende Hygiene oder Stress sein. Ein Chinchilla mit guter Gesundheit hat ein dichtes, flauschiges Fell.

Veränderte, verklebte Augen

Dies ist ein sicheres Krankheitszeichen. Es kann eine Bindehautentzündung, Zahnprobleme oder Verletzung der Augen vorliegen.

Vorderzähne zu lang oder abgebrochen

Die Zähne müssen so zueinander stehen, dass sie sich gut abnutzen können. Die Vorderseite der Schneidezähne sollte gelb bis orange sein, zu weisse Zähne weisen auf Mineralmangel hin.
Wenn die Zähne zu lang sind, sollte man dem Chinchilla mehr Zweige zum Nagen, oder Hundeknochen geben. Wenn der Zahn abgebrochen ist sollte man das Tier beobachten. Frisst es normal regelt sich die Sache meistens von selbst; andernfalls den Tierarzt aufsuchen.

Sabbern

Wenn das Tier beim Fressen sabbert ist dies meistens eine Zahnfehlstellung. Oft ist das Fell bei diesen Tieren vom Maul über den Hals bis zum Bauch verklebt und fettig. Zum Tierarzt gehen.

Niesen und knackende Geräusche bei der Atmung

Hier liegt eine Atemwegserkrankung vor.

Ohren schuppig und verklebt, Kopfschiefhaltung

Ist ein Hinweis auf eine Infektion im Innenohr. Wenn diese stärker ist halten die Tiere ihren Kopf schief. Aufgrund der Anzeichen am Ohr kann auch ein Parasiten- oder Pilzbefall vorliegen.

After schmutzig und verklebt und Köttel weich und matschig

Hinweis auf Darmprobleme. Die Köttel von Chinchillas sollten länglich, rund und fest sein. Es sollte das Futter auf Verschmutzung und Pilzbefall untersucht werden. Diesen Tieren weniger oder kein Frischfutter mehr geben.

Bauch hart, rund, angespannt

Ein angespannter Bauch, Fressunlust, aufgeplustertes angespanntes Sitzen, Inaktivität. Diese Anzeichen weisen auf starke Fehlgärung im Darm oder Verstopfung hin.

Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen

Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, ein krummer Rücken beim Urinieren, feuchter Afterbereich, stark riechender Urin, geducktes Sitzen und Krämpfe sind Zeichen für eine Blasenerkrankung oder einen Blasenstein.

Ausfluss aus der Scheide

Übel riechender Ausfluss, evtl verschmierte und schmutzige Analregion, mitunter in Verbindung mit Aktivitätsverlust und Futterverweigerung, druckempfindlichkeit am Bauch, das sind Zeichen für eine Gebärmutterentzündung. Hier sofort den Tierarzt aufsuchen.

Penis

Es können sich haare um den Penis wickeln und dafür sorgen, dass dieser nicht mehr eingezogen werden kann, oder er kann sogar abgeshcnürt werden.

Chinchillanachwuchs

Wenn man Chinchilla Nachwuchs haben möchte sollte man sicher sein, dass man die Tiere behalten kann und genug Platz hat, oder zumindest in gute Hände geben kann. Gute Hände bedeutet nicht das Abgeben der Babys in irgendein Zoogeschäft, denn dort weiss man nicht wo sie hinkommen.
Beide Elterntiere müssen kräftig und gesund sein. Keine Geschwister und keine Eltern mit Kindern verpaaren. Zwischen den einzelnen Würfen sollte ein mindest Abstand von 5 - 6 Monaten liegen, damit das Weibchen sich erholen kann. Nach 5 Würfen sollt ein Weibchen aufhören.
Ca. alle 28 - 35 Tage ist das Chinchillaweibchen paarungsbereit. Eine Brunst dauert 4 - 5 Tage. Zu Beginn scheidet das Weibchen einen Brunstpfropfen aus, das ist ein ca.1 cm langer wachsartiger Pfropfen. Besser erkennt man die Brunst an der geöffneten Scheide; diese ist während der übrigen Zeit geschlossen.
Ausserdem sollte man bedenken, dass der Bock nachdem er das Weibchen gedeckt hat kastriert wird, um ein Nachdecken der Mutter direkt nach der Geburt zu verhindern, bzw. er sollte nur kurze Zeit bei dem Weibchen bleiben und dann wieder seiner Bockgruppe zugesellt werden; denn das Chinchillaweibchen kann wenige Stunden nach der Geburt wieder gedeckt werden.

Tragezeit und Geburt

Die Tragzeit beträgt Durchschnittlich 109 - 114 Tage. Ein trächtiges Chinchillaweibchen schläft fast nur noch auf der Seite. Chinchillamütter haben einen erhöhten Mineral-, Kalk und Vitaminbedarf; man sollte dies mit dem Tierarzt absprechen. Trächtige Chinchillas dürfen 2x pro Woche eine halbe Tablette Calcipot zu sich nehmen, um den erhöhten Kalkbedarf zu decken.
Die Geburt findet nachts oder frühmorgens statt. Die bevorstehende Geburt kündigt sich bei Chinchillas mit Wehen an. Das Weibchen krümmt und streckt sich dabei und gibt stöhnende Schmerzlaute von sich. Man muss dann das Tier ganz in Ruhe lassen, sonst kann sich die Geburt verzögern. Wehenphase dauert normalerweise etwa eine halbe Stunde. Das Weibchen zieht sitzend die einzelnen Jungen vorsichtig mit den Zähnen heraus und beginnt sofort, es trocken zu lecken, bevor die nächsten Wehen, das nächste Jungtier ankündigen. Dann überlässt die Mutter das bereits geborene Baby sich selbst. Die fleischähnliche Nachgeburt wird komplett aufgefressen.
Während der Geburt das Sandbad entfernen, sonst kann es zu Gebärmutterinfektionen kommen.
Die Jungen kommen voll entwickelt zur Welt, wiegen ca. 50g und werden 6 Wochen gesäugt. Mit ca. 4 Monaten sind Chinchillas geschlechtsreif, mit ca. 10 Monaten sind sie erwachsen. Manche Chinchillas wachsen noch bis sie 1,5 Jahre alt sind.

Letalfaktor

Der Letalfaktor bewirkt, dass die Babys von 2 Elterntieren welche den Letalfaktor in sich tragen entweder behindert,verstümmelt auf die Welt kommen oder im Mutterleib absterben. Alle Velvettiere -Black velvet, Brown velvet, Violett velvet- tragen diesen Letalfaktor in sich und dürfen untereinander nicht verpaart werden. Ebenso dürfen keine weissen Chinchillas mit weissen oder über weiss gezogenen Chinchillas verpaart werden.

Gesundheit, Nagetiere